01.12.2003

DIHK erwartet bessere Geschäfte im Dienstleistungssektor

Die Dienstleistungsbranche blickt wieder zuversichtlich in die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seinem Dienstleistungsreport Herbst 2003.

Die Erhebung basiert auf rund 10.000 Unternehmensantworten. Ihr zufolge rechnen die Dienstleister für das kommende Jahr mit einem Anziehen der Nachfrage. Besonders optimistisch ist die Versicherungswirtschaft; hier geht jeder zweite Versicherer von besseren Geschäften aus.
Die Beschäftigungspläne halten dagegen nicht Schritt mit den positiven Geschäftserwartungen. Nur vereinzelt planen Unternehmen für das Jahr 2004 einen Personalaufbau; die Mehrzahl will jedoch die Beschäftigten halten. Damit übernimmt der Dienstleistungsbereich eine stützende Funktion des Arbeitsmarktes. Seine einstige Jobmotorfunktion kann der Dienstleistungsbereich aber auch im kommenden Jahr nicht wahrnehmen.
In ihren Investitionsplanungen für 2004 zeigen sich die Dienstleister zurückhaltend. Bestehende Kapazitäten werden zunächst ausgelastet, mehrheitlich dienen die Investitionen der Rationalisierung oder dem Ersatzbedarf. Beunruhigend ist, dass der Anteil der Unternehmen, die ihr Investitionsbudget zukünftig erhöhen wollen, mit 16 Prozent sehr gering ist.
Die gegenwärtige Geschäftslage hat sich bei den Dienstleistungsunternehmen im Laufe des Jahres leicht gebessert. Insgesamt ist das Geschäftsklima bei den Dienstleistern freundlicher als in den anderen Wirtschaftsbereichen Industrie, Bau und Handel. Zwischen den Dienstleisterbranchen zeigen sich jedoch deutliche Stimmungsunterschiede: von enttäuscht bis aufgehellt. Grund zur Euphorie besteht in keiner Branche.
Gute Stimmung herrscht im Herbst 2003 bei den Versicherern und im Kreditgewerbe, da sich die Restrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen zunehmend auszahlen. Verbessert hat sich auch die Geschäftslage bei den Anbietern unternehmensbezogener Dienstleistungen.
Nach wie vor kritisch stellt sich dagegen die Lage in der Verkehrswirtschaft dar, da das erhoffte Sinken der Kraftstoffpreise nach Ende des Irak-Konfliktes nicht eintrat.
Sie finden den DIHK-Dienstleistungsreport unter http://www.dihk.de/inhalt/informationen/news/meldungen/meldung004378.html

Quelle: DIHK newsletter Verfasser: Armin Heimann

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