04.12.2017

BME rmr-Jahresauftaktveranstaltung mit Professor Dr. Michael Hüther vom IW Köln

Hüther Porträt klein

Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen – das wusste schon Karl Valentin. Unsicherheit allerdings ist Gift für die Märkte. Das gilt im Besonderen für Einkäufer und Entscheider in Unternehmen, die auf verlässliche und belastbare Zahlen, Daten und Fakten angewiesen sind, um ihre Arbeit erfolgreich zu gestalten.

Für die Jahresauftaktveranstaltung, die der BME rmr in guter Tradition gemeinsam mit dem Verband Die Führungskräfte ausrichtet, konnten wir einen ausgewiesenen Wirtschaftsexperten gewinnen: Professor Dr. Michael Hüther, seit 2004 Direktor des renommierten Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Er wird einen fundierten Überblick darüber geben, was Unternehmen im neuen Jahr zu erwarten haben – und auch, worauf Sie gefasst sein müssen.

Im exklusiven Kurzinterview mit uns hat der meinungsstarke Wirtschaftsforscher bereits einige Impulse gesetzt. Mehr davon erwarten Sie am Montag, 29. Januar 2018, im Lichthof der IHK Frankfurt. Wir würden uns sehr freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen. Anmeldungen sind ab sofort über die Homepage des BME rmr möglich.

BME rmr: Herr Hüther, welches Ereignis wird die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im kommenden Jahr Ihrer Meinung nach besonders prägen, und warum?

Professor Dr. Michael Hüther: Eine besondere Herausforderung stellt die Normalisierung der europäischen Geldpolitik dar, die 2018 dringend erklärt und kommunikativ gut eingesteuert werden muss, damit die Kapitalmärkte in ihren Zinserwartungen nicht kurzfristig überschießen. Ansonsten geht es um Verlässlichkeit bei den Infrastrukturversprechen der Regierung (insbesondere für die Digitalisierung) und die Sicherung des globalen Freihandels.

Zwei wichtige Handelspartner sind durch Brexit und Trump unberechenbarer geworden. Ist das eine Krise oder eine Chance für Deutschland?

Es ist immer eine Belastung, wenn Volkswirtschaften eher auf Abschottung denn auf Öffnung setzen. Insofern trifft der Brexit zwar vor allem das Vereinigte Königreich, aber über Handelsverflechtungen auch Deutschland, während der Finanzplatz Frankfurt gewinnen dürfte. Trump hat bisher nur geredet, kaum agiert. Strafzölle auf deutsche Produkte treffen wegen der Marktstellung ("Weltmarktführer") vor allem die US-Kunden.

Sie fordern eine Rückabwicklung der Rente mit 63 - aus welchem Grund?

Diese Entscheidung war rentenpolitisch, sozialpolitisch und arbeitsmarktpolitisch falsch und kontraproduktiv. Die Rentenkasse wird belastet, die Altersarmut nicht vermindert und der Fachkräftemangel verschärft. Es war reine Klientelpolitik.


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Team Öffentlichkeitsarbeit