BME Rhein-Main-Region

10.03.2011
Young Professionals

Interview mit Oliver Spika, Vice President Global Purchasing, Schott AG

Oliver Spika, Vice President Global Purchasing, SCHOTT AG über die Rolle des SCHOTT-Einkaufs als Business Partner auf Augenhöhe.


Wie würden Sie die Rolle beschreiben, die der Einkauf bei Ihnen im Haus für das Unternehmen spielt?

Der Einkauf wird bei SCHOTT ebenso geführt wie eine Business Unit und weist seinen EBIT-Beitrag aus. Inhaltlich treibt der Einkauf nicht nur die kommerziellen Verhandlungen, sondern in cross-funktionalen Teams auch technische Kostenoptimierungen und Prozessverbesserungen.


Haben Sie das Gefühl, der Einkauf ist in alle wichtigen Prozesse im Unternehmen angemessen eingebunden? Beschreiben Sie Ihre Einschätzung.

Durch die Einbindung in relevante Strategieprozesse und Besprechungen der Konzernleitung wird eine angemessene Einbindung sichergestellt.


Wie ist Ihr Kontakt zur Unternehmensleitung? Haben Sie zum Beispiel einen direkten Kontakt in einem regelmäßigen Meeting?

Sehr ausgeprägt im positiven Sinne. Dazu zählen regelmäßige Besprechungen mit dem für den Einkauf zuständigen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden als auch Einzelgespräche mit Vorstandsmitgliedern und Berichte in Konzernleitungssitzungen.


Was berichten Ihre Mitarbeiter: Wie werden sie im Kontakt mit ihren Kollegen in den anderen Bereichen behandelt? Wie ist der Umgang mit Ihren Mitarbeitern von Seiten der Kollegen aus anderen Bereichen?

Ich sehe den Einkauf in einer Führungsrolle, um die Zusammenarbeit in cross-funktionalen Teams voranzutreiben. Um aber auf Augenhöhe mit den anderen Bereichen diskutieren zu können, muss sowohl ein grundlegendes Verständnis für die beteiligten Bereiche vorhanden sein als auch fundiertes technisches Know-how. Wir haben 2010 verschiedene Initiativen gestartet, um diese Art der Zusammenarbeit weiter auszubauen.


Was fehlt aus Ihrer Sicht noch, damit der Einkauf und seine Mitarbeiter im gesamten Unternehmen anerkannt sind und ihr Rat gehört wird?

Am Ende des Tages zählen die messbaren Erfolge, um eine unternehmensweite Akzeptanz sicherzustellen. Die Ergebnisse der gestarteten Initiativen sind bereits jetzt darstellbar und übertreffen die Erwartungen.

Herr Spika, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Aktueller Veranstaltungshinweis zum Thema

Werden Sie bei neuen Projekten von Anfang an eingebunden? Können Sie mitentscheiden, wenn über Innovationen diskutiert wird? Werden Sie von Ihren internen Kunden regelmäßig um Rat gebeten und hört man auf Ihre Empfehlungen?

Falls Sie resp. Ihr Einkauf noch nicht so weit sein sollten wie der von Schott oder Sie Anregungen benötigen, um Ihre Akzeptanz im Unternehmen weiter zu verbessern, sollten Sie sich schnellstmöglich ein Platz sichern für unsere Veranstaltung "Die Rolle des Einkäufers als Business-Partner auf Augenhöhe" in der Fachhochschule Mainz am 22. März (direkt zur Veranstaltung und Online-Anmeldung; die Veranstaltung ist kostenlos für Mitglieder des BME).


Verfasser: Markus Falk

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