BME Rhein-Main-Region

03.09.2010

Frankfurt auf Platz 20 in internationalem Großstadtranking

Im jüngst veröffentlichten „Global Cities Index 2010“ belegt Frankfurt im weltweiten Vergleich sogenannter globaler Städte den 20. Platz. Das Ranking wurde nach 2008 zum zweiten Mal erstellt und entstand in Gemeinschaftsarbeit des Magazins „Foreign Policy“ mit der Unternehmensberatung A.T. Kearney und dem „Chicago Council on Global Affairs“.

Erfreulich an dem Ergebnis für die Mainmetropole ist insbesondere, dass man sich vor einer ganzen Reihe großer Namen wie Barcelona oder Moskau platzieren konnte. Bundesweit schnitt nur Berlin (Platz 16) besser ab, München landete auf Rang 33. Ganz oben auf dem Treppchen landeten New York, London und Tokyo.

Globalisierte Weltstädte müssen keine Millionenstädte sein
Um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis über den Globalisierungsgrad einzelner Städte zu erhalten, floss eine große Bandbreite an Kriterien in das Urteil ein. Von der Anzahl an Botschaften über den Warenumschlag auf den Flughäfen bis hin zum politischen Engagement wurden möglichst aussagekräftige Daten erhoben, die nach Meinung der Urheber eine Stadt in Zeiten der Globalisierung auszeichnen. Eines der wichtigsten Kriterien war dabei der Einfluss, den die Städte auf ihre Region und über ihre Grenzen hinaus haben. Dies erklärt, warum so genannte Megastädte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern noch lange keine globalisierten Weltstädte sind. Im Gegenteil: Metropolen wie Mumbai oder Dhaka belegen lediglich hintere Plätze.

Als Sitz der Europäischen Zentralbank und als Zentrum der deutschen Finanzwirtschaft ist Frankfurt im Wirtschaftsbereich seit jeher gut aufgestellt. Mit dem geplanten „House of Logistics & Mobility“ (http://www.frankfurt-holm.de/), wird diese Spitzenstellung sicherlich noch weiter ausgebaut. Das Projekt, dessen Fertigstellung am Frankfurter Flughafen für 2012 geplant ist, dürfte insbesondere von BME-Mitgliedern sehr interessiert verfolgt werden. Frankfurt konnte aber auch mit seinem vielfältigen kulturellen Angebot Punkte machen. Speziell hervorgehoben wurden beispielsweise die Vielzahl an Museen und das Museumsuferfest.

"Metropölchen" oder eher "Europäische Metropole mit Tradition"?
Frankfurt musste sich in der Vergangenheit immer wieder Kritik anhören, dass es mit dem Anspruch als europäische Metropole mit Tradition, wie man sich selbst gerne bezeichnet, nicht weit her ist. Dabei sollte man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen: die Studie verfolgte einen umfassenden globalen Ansatz und wurde von renommierten und, soweit erkennbar, unabhängigen Institutionen erstellt. Mit dem 20. Platz kann man folglich sehr zufrieden sein und denjenigen etwas Wind aus den Segeln nehmen, die von einem „globalen Dorf“ oder einem „Metropölchen“ sprechen…

Link zum Artikel
http://www.foreignpolicy.com/articles/2010/08/11/the_global_cities_index_2010

Das komplette Ranking
http://www.foreignpolicy.com/node/373401


Quelle: Foreign Policy, 3.9.2010 Verfasser: David Schahinian

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