Einkaufsmanager-Index auf tiefstem Stand seit zwei Jahren
Leichte Exportgewinne können sinkende Inlandsnachfrage nicht ausgleichen
Frankfurt, 6.9.2005 Der BME/NTC-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe Sep-tember 2005, belegt einen moderaten Rückgang der Geschäftstätigkeit der deut-schen Unternehmen. Im Berichtsmonat August lag der Indexwert bei 48.7 (Vormonat 49.8) und damit auf dem tiefsten Stand seit über zwei Jahren. Der EMI notiert nun schon im fünften Monat in Folge unter der neutralen Wachstumsmarke von 50. Wer-te über 50 signalisieren Wachstum, Werte unter 50 konjunkturelle Schwäche.
Rückläufiger Auftragseingang von Inlandsseite und Lagerabbauprogramme führten insbesondere bei Investitionsgüterherstellern zur Produktionsdrosselung. Diese hat-ten in den vergangenen Monaten noch solide Steigerungen vermeldet. Die Fertigwa-renlager der Industrie sanken im August auf den tiefsten Stand seit fast 9 Jahren.
Die Exportorders lagen dagegen erneut im Wachstum (52.8), weil die USA ebenso wie die Märkte Asiens und der EU nach deutschen Produkten verlangten. Der hohe Wettbewerbsdruck durch preisgünstige Anbieter aus Osteuropa und Asien zwang die deutschen Unternehmen zur Senkung ihrer Verkaufspreise. Als Folge des hohen Ölpreises, der die Benzin- und Energiekosten in die Höhe trieb, stiegen die Ein-kaufspreise erneut. Die Senkung der Lieferzeiten im zweiten Monat in Folge bedeu-tet noch keinen Trend, deutet aber ebenso wie andere Indikatoren auf eine mögli-cherweise anhaltende konjunkturelle Schwäche hin.
Der BME/NTC Research Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindi-kator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index er-scheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirt-schaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt. Er wird von der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausge-wählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten US-Purchasing Ma-nager´s Index (PMI).
Ansichtsexemplare/Weitere Infos:
Sabine Ursel
Pressesprecherin/Kommunikation
Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)
Bolongarostraße 82, 65929 Frankfurt
Tel. 0 69/3 08 38-1 13, mobil 01 63/3 08 38 00, Fax -1 99, E-Mail: sabine.ursel@bme.de
http://www.bme.de
Frankfurt, 6.9.2005 Der BME/NTC-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe Sep-tember 2005, belegt einen moderaten Rückgang der Geschäftstätigkeit der deut-schen Unternehmen. Im Berichtsmonat August lag der Indexwert bei 48.7 (Vormonat 49.8) und damit auf dem tiefsten Stand seit über zwei Jahren. Der EMI notiert nun schon im fünften Monat in Folge unter der neutralen Wachstumsmarke von 50. Wer-te über 50 signalisieren Wachstum, Werte unter 50 konjunkturelle Schwäche.
Rückläufiger Auftragseingang von Inlandsseite und Lagerabbauprogramme führten insbesondere bei Investitionsgüterherstellern zur Produktionsdrosselung. Diese hat-ten in den vergangenen Monaten noch solide Steigerungen vermeldet. Die Fertigwa-renlager der Industrie sanken im August auf den tiefsten Stand seit fast 9 Jahren.
Die Exportorders lagen dagegen erneut im Wachstum (52.8), weil die USA ebenso wie die Märkte Asiens und der EU nach deutschen Produkten verlangten. Der hohe Wettbewerbsdruck durch preisgünstige Anbieter aus Osteuropa und Asien zwang die deutschen Unternehmen zur Senkung ihrer Verkaufspreise. Als Folge des hohen Ölpreises, der die Benzin- und Energiekosten in die Höhe trieb, stiegen die Ein-kaufspreise erneut. Die Senkung der Lieferzeiten im zweiten Monat in Folge bedeu-tet noch keinen Trend, deutet aber ebenso wie andere Indikatoren auf eine mögli-cherweise anhaltende konjunkturelle Schwäche hin.
Der BME/NTC Research Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindi-kator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index er-scheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirt-schaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt. Er wird von der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausge-wählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten US-Purchasing Ma-nager´s Index (PMI).
Ansichtsexemplare/Weitere Infos:
Sabine Ursel
Pressesprecherin/Kommunikation
Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)
Bolongarostraße 82, 65929 Frankfurt
Tel. 0 69/3 08 38-1 13, mobil 01 63/3 08 38 00, Fax -1 99, E-Mail: sabine.ursel@bme.de
http://www.bme.de
Quelle: Pressemitteilung BME Verfasser: Sabine Ursel, Pressesprecherin