„Soziale Intelligenz“ wird zunehmend wichtig
Die „soziale Intelligenz“ wird zunehmend wichtig
Die zunehmende internationale Arbeitsteilung, die weitere Entwicklung zum Modular Sourcing und die strenge Ausrichtung aller internen Prozesse auf den Unternehmenserfolg haben die Beschaffung zu einer echten Führungsaufgabe gemacht – und das in nahezu jeder Branche. Der Grundstein hierfür ist der Einsatz entsprechend qualifizierter Mitarbeiter. Nur so kann das Management der immensen Bedeutung der Beschaffung für den Unternehmenserfolg gerecht werden.
Der moderne Beschaffungsmanager muss Fachwissen, Prozesswissen und soziale Intelligenz mitbringen. Fachwissen ist dabei nicht nur auf moderne Sourcing-Konzepte, Total Cost of Ownership-Berechnungen oder die klassischen ABC-Analysen beschränkt. Diese kaufmännischen Kenntnisse sind nur dann wertvoll, wenn auch das entsprechende technische Verständnis für die Produkte existiert. Der Einkäufer muss „seine“ Produkte und deren Einsatz in der eigenen Produktion genau kennen, um eine funktionale Spezifikation erstellen zu können. Dies ist auch deshalb wichtig, weil viele Bezugsquellen bereits in der Entwicklungsphase des eigenen Produkts festgelegt und ganze Baugruppen von Lieferanten entwickelt werden.
Um das Fachwissen vernünftig einsetzen zu können, ist Prozesswissen notwendig. Darunter fallen neben dem ERP-System insbesondere die diversen PC-Anwendungen und Internetdienste für Recherchen, Analysen und Entscheidungsvorbereitungen. So wird der Einkäufer von den Tätigkeiten entlastet, die Computer besser und schneller abwickeln. Diese Zeit kann auf wirklich wertschaffende Arbeiten wie Marktanalysen oder die Generierung von Alternativlieferanten verwendet werden – die administrativen Abläufe werden lediglich überwacht.
Soziale Intelligenz erhält zunehmende Bedeutung
Soziale Intelligenz ist die dritte Anforderung, die ein moderner Beschaffungsmanager erfüllen muss. Im Außenverhältnis wird sie deswegen immer wichtiger, weil die internationalen Beschaffungsaktivitäten weiter zunehmen und oftmals in vielen politisch, kulturell und religiös unterschiedlichen Regionen stattfinden. Und soziale Intelligenz ist in diesem Zusammenhang sicherlich mehr als nur die richtigen Tischmanieren oder die korrekte Übergabe der Visitenkarte. Im Innenverhältnis ist soziale Intelligenz wichtige Voraussetzung, um den Führungsaufgaben, die die Beschaffung mittlerweile hat, gerecht werden zu können.
Eine zusätzliche Anforderung, die alle drei genannten Kategorien betrifft, ist die Fähigkeit, professionell zu verhandeln. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kenntnisse über professionelles Verhandeln in Deutschland erschreckend gering sind, obwohl diese gerade in der Beschaffung extrem hohe Bedeutung haben.
Trend geht zu firmeninternen Weiterbildungsmaßnahmen
Die Ausbildung an deutschen Hochschulen wird diesen Anforderungen zur Zeit kaum gerecht. Insbesondere die Faktoren Internationalität, soziale Intelligenz und Verhandlungsführung werden bisher nur an einigen wenigen Institutionen abgedeckt.
So liegt es an der jeweiligen Unternehmensführung, die noch fehlenden Qualifikationen der Mitarbeiter zu ergänzen. Dies gilt für neue Mitarbeiter, aber auch für die existierende Mannschaft. Hier geht der Trend eindeutig weg von Massenveranstaltungen hin zu kleinen, gezielten firmeninternen Seminaren und Workshops, gerade bei Verhandlungstrainings.
Für die Zukunft ist es von entscheidender Bedeutung, die Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Hochschulen und insbesondere den Lehrstühlen für Beschaffung weiter auszubauen. Denn die praxisnahe und anwendungsorientierte Ausbildung der Beschaffungsmanager von morgen verlangt schon heute eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis.
Das sollte jeder Einkäufer mitbringen:
Kaufmännische Kenntnisse und technisches Grundwissen
Prozesswissen
Soziale Intelligenz
Fähigkeit zu professionellem Verhandeln
Die zunehmende internationale Arbeitsteilung, die weitere Entwicklung zum Modular Sourcing und die strenge Ausrichtung aller internen Prozesse auf den Unternehmenserfolg haben die Beschaffung zu einer echten Führungsaufgabe gemacht – und das in nahezu jeder Branche. Der Grundstein hierfür ist der Einsatz entsprechend qualifizierter Mitarbeiter. Nur so kann das Management der immensen Bedeutung der Beschaffung für den Unternehmenserfolg gerecht werden.
Der moderne Beschaffungsmanager muss Fachwissen, Prozesswissen und soziale Intelligenz mitbringen. Fachwissen ist dabei nicht nur auf moderne Sourcing-Konzepte, Total Cost of Ownership-Berechnungen oder die klassischen ABC-Analysen beschränkt. Diese kaufmännischen Kenntnisse sind nur dann wertvoll, wenn auch das entsprechende technische Verständnis für die Produkte existiert. Der Einkäufer muss „seine“ Produkte und deren Einsatz in der eigenen Produktion genau kennen, um eine funktionale Spezifikation erstellen zu können. Dies ist auch deshalb wichtig, weil viele Bezugsquellen bereits in der Entwicklungsphase des eigenen Produkts festgelegt und ganze Baugruppen von Lieferanten entwickelt werden.
Um das Fachwissen vernünftig einsetzen zu können, ist Prozesswissen notwendig. Darunter fallen neben dem ERP-System insbesondere die diversen PC-Anwendungen und Internetdienste für Recherchen, Analysen und Entscheidungsvorbereitungen. So wird der Einkäufer von den Tätigkeiten entlastet, die Computer besser und schneller abwickeln. Diese Zeit kann auf wirklich wertschaffende Arbeiten wie Marktanalysen oder die Generierung von Alternativlieferanten verwendet werden – die administrativen Abläufe werden lediglich überwacht.
Soziale Intelligenz erhält zunehmende Bedeutung
Soziale Intelligenz ist die dritte Anforderung, die ein moderner Beschaffungsmanager erfüllen muss. Im Außenverhältnis wird sie deswegen immer wichtiger, weil die internationalen Beschaffungsaktivitäten weiter zunehmen und oftmals in vielen politisch, kulturell und religiös unterschiedlichen Regionen stattfinden. Und soziale Intelligenz ist in diesem Zusammenhang sicherlich mehr als nur die richtigen Tischmanieren oder die korrekte Übergabe der Visitenkarte. Im Innenverhältnis ist soziale Intelligenz wichtige Voraussetzung, um den Führungsaufgaben, die die Beschaffung mittlerweile hat, gerecht werden zu können.
Eine zusätzliche Anforderung, die alle drei genannten Kategorien betrifft, ist die Fähigkeit, professionell zu verhandeln. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kenntnisse über professionelles Verhandeln in Deutschland erschreckend gering sind, obwohl diese gerade in der Beschaffung extrem hohe Bedeutung haben.
Trend geht zu firmeninternen Weiterbildungsmaßnahmen
Die Ausbildung an deutschen Hochschulen wird diesen Anforderungen zur Zeit kaum gerecht. Insbesondere die Faktoren Internationalität, soziale Intelligenz und Verhandlungsführung werden bisher nur an einigen wenigen Institutionen abgedeckt.
So liegt es an der jeweiligen Unternehmensführung, die noch fehlenden Qualifikationen der Mitarbeiter zu ergänzen. Dies gilt für neue Mitarbeiter, aber auch für die existierende Mannschaft. Hier geht der Trend eindeutig weg von Massenveranstaltungen hin zu kleinen, gezielten firmeninternen Seminaren und Workshops, gerade bei Verhandlungstrainings.
Für die Zukunft ist es von entscheidender Bedeutung, die Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Hochschulen und insbesondere den Lehrstühlen für Beschaffung weiter auszubauen. Denn die praxisnahe und anwendungsorientierte Ausbildung der Beschaffungsmanager von morgen verlangt schon heute eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis.
Das sollte jeder Einkäufer mitbringen:
Kaufmännische Kenntnisse und technisches Grundwissen
Prozesswissen
Soziale Intelligenz
Fähigkeit zu professionellem Verhandeln
Quelle: Professor Dr. Lutz Kaufmann und Dipl.-Kfm. Thomas Germer, WHU — Otto-Beisheim-Hochschule Verfasser: Armin Heimann