EMI: Deutsche Industrieumsätze verlieren an Schwung
Inflation bei den Einkaufspreisen
Frankfurt, 3.11.2004 Die Geschäfte in der deutschen Industrie verloren an Schwung – Gründe waren die weniger starken Zuwächse bei den Neuaufträgen aus dem Ausland und die steigenden Ölpreise. Das macht die Novemberausgabe des BME/Reuters Einkaufsmanager-Index (EMI) deutlich. Im Berichtsmonat Oktober schwächte sich das Wachstumstempo zum dritten Mal in Folge ab auf 52.8 (Vormonat: 54.1) – das bedeutet den tiefsten Stand seit elf Monaten. Dennoch: Der EMI lag damit weiter über der 50.0-Punkt-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt. Das (nur noch) moderate Wachstum hält nun schon im 14. Monat hintereinander an.
Während die Hersteller von Investitionsgütern ein Plus bei den Bestellungen meldeten, waren die Orders im Bereich Konsumgüter stark rückläufig. Insgesamt schwächte sich das Wachstum der Neuaufträge zum dritten Mal in Folge ab – so stark wie seit August 2003 nicht mehr. Besonders der Export litt unter dem verlangsamten Weltwirtschaftswachstum.
Die Inflation der Einkaufspreise (Oktober: 76.7; September: 71.2) beschleunigte sich so stark wie seit Mai 2000 nicht mehr Hauptgründe waren erneut die Ölpreise sowie Engpässe bei Materialien wie Stahl. Die Firmen erhöhten ihre Verkaufspreise, blieben aber größtenteils auf den Kostensteigerungen sitzen. Die Gewinne gerieten unter Druck – mit der Folge, dass die Beschäftigung geringfügig sank, nachdem sie in den vergangenen zwei Monaten gestiegen war (Oktober: 49.3; September: 50.4).
Der BME/Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der EMI erscheint seit 1996 im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters und wird von der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt. Schirmherr des EMI ist der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt.
Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten US-Purchasing Managers Index (PMI).
Ansichtsexemplare/Weitere Infos:
Sabine Ursel
Pressesprecherin/Kommunikation
Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.
Bolongarostraße 82, 65929 Frankfurt
Tel. 0 69/3 08 38-1 13, Fax -1 99, E-Mail: sabine.ursel@bme.de
www.bme.de
Frankfurt, 3.11.2004 Die Geschäfte in der deutschen Industrie verloren an Schwung – Gründe waren die weniger starken Zuwächse bei den Neuaufträgen aus dem Ausland und die steigenden Ölpreise. Das macht die Novemberausgabe des BME/Reuters Einkaufsmanager-Index (EMI) deutlich. Im Berichtsmonat Oktober schwächte sich das Wachstumstempo zum dritten Mal in Folge ab auf 52.8 (Vormonat: 54.1) – das bedeutet den tiefsten Stand seit elf Monaten. Dennoch: Der EMI lag damit weiter über der 50.0-Punkt-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt. Das (nur noch) moderate Wachstum hält nun schon im 14. Monat hintereinander an.
Während die Hersteller von Investitionsgütern ein Plus bei den Bestellungen meldeten, waren die Orders im Bereich Konsumgüter stark rückläufig. Insgesamt schwächte sich das Wachstum der Neuaufträge zum dritten Mal in Folge ab – so stark wie seit August 2003 nicht mehr. Besonders der Export litt unter dem verlangsamten Weltwirtschaftswachstum.
Die Inflation der Einkaufspreise (Oktober: 76.7; September: 71.2) beschleunigte sich so stark wie seit Mai 2000 nicht mehr Hauptgründe waren erneut die Ölpreise sowie Engpässe bei Materialien wie Stahl. Die Firmen erhöhten ihre Verkaufspreise, blieben aber größtenteils auf den Kostensteigerungen sitzen. Die Gewinne gerieten unter Druck – mit der Folge, dass die Beschäftigung geringfügig sank, nachdem sie in den vergangenen zwei Monaten gestiegen war (Oktober: 49.3; September: 50.4).
Der BME/Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der EMI erscheint seit 1996 im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters und wird von der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt. Schirmherr des EMI ist der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt.
Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten US-Purchasing Managers Index (PMI).
Ansichtsexemplare/Weitere Infos:
Sabine Ursel
Pressesprecherin/Kommunikation
Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.
Bolongarostraße 82, 65929 Frankfurt
Tel. 0 69/3 08 38-1 13, Fax -1 99, E-Mail: sabine.ursel@bme.de
www.bme.de
Quelle: Pressemitteilung BME Verfasser: Sabine Ursel, Pressesprecherin