BME Rhein-Main-Region

04.10.2004

EMI: Geschäfte wachsen zum 13. Mal in Folge

Unternehmen tätigen Hamsterkäufe

Frankfurt, 4.10.2004 Die Geschäfte in der deutschen Industrie verbesserten sich im September dank des Wachstums bei Auftragseingang und Produktion erneut – insgesamt zum 13. Mal in Folge. Das macht die Oktoberausgabe des BME/Reuters Einkaufsmanager-Index (EMI) deutlich. Im Berichtsmonat September schwächte sich das Wachstumstempo leicht ab auf den Wert 54.1 (Vormonat: 55.1), lag aber weiter deutlich über der 50.0-Punkt-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt. Das positive Klima führte nun schon zum zweiten Mal in Folge zum Beschäftigungsaufbau.

Das Wachstum der Auftragseingänge stammte im September sowohl aus dem In- als auch Ausland, wobei nach wie vor der größte Anteil auf die Exportorders zurückging.

Die Verlängerung der Lieferzeiten war ein Indiz für Engpässe bei Rohstoffen und Halbfabrikaten und zugleich ein Signal für die anziehende Nachfrage nach Vormaterialien. Rohstoffverknappungen und Sorge über einen weiteren Anstieg der Einkaufspreise in den kommenden Monaten veranlassten zahlreiche Unternehmen zu Hamsterkäufen. Zum Schutz der eigenen Margen griffen einige Untenehmen verstärkt auf ihre Lager zurück.

Obwohl die deutschen Industrieunternehmen das vergangene halbe Jahr hindurch ihre Verkaufspreise erhöhen konnten, blieb die Steigerungsrate erheblich unter der Inflationsrate der Einkaufspreise. Diese wurden erneut durch die hohen Preise für Stahl und Öl in die Höhe getrieben.

Der BME/Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der EMI erscheint seit 1996 im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters und wird gemeinsam von Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt, und der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt.
Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten US-Purchasing Managers Index (PMI).


Ansichtsexemplare/Weitere Infos:
Sabine Ursel
Pressesprecherin/Kommunikation
Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.
Bolongarostraße 82, 65929 Frankfurt
Tel. 0 69/3 08 38-1 13, Fax -1 99, E-Mail: sabine.ursel@bme.de
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Quelle: Pressemitteilung BME Verfasser: Sabine Ursel, Pressesprecherin

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