BME Rhein-Main-Region

08.06.2004

EMI: Starkes Neugeschäft füllt Orderbücher

Höchster Stand des Konjunktur-Index seit Oktober 2000

Der BME/Reuters Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe Juni 2004, stieg im Berichtsmonat Mai auf 56.2 – das ist der höchste Stand seit Oktober 2000 (56.4). Im August 2003 lag der Index zuletzt unter der 50-Punkt-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt (48.8). Die Geschäfte in der deutschen Industrie liefen im Mai deutlich besser als noch im April (55.3). Die starken Zuwächse beim Neugeschäft ließen den Auftragsbestand zum 11. Mal in Folge steigen. Besonders kräftiges Wachstum verzeichneten die Hersteller von Vorleistungsgütern, gefolgt von Investitionsgütern. BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt: „Die positiven Werte kommen keineswegs überraschend; es wird Zeit, dass die Pessimisten unter den Analysten endlich Fakten zur Kenntnis nehmen.“

Aufgrund der erhöhten Nachfrage aus dem In- und Ausland (insbesondere Fernost und den USA) fuhren die Unternehmen die Produktion zum 9. Mal in Folge nach oben. Zugleich wurde die Einkaufstätigkeit kräftig ausgeweitet. Die Lieferzeiten verlängerten sich zum 11. Mal in Folge. Verknappungen zahlreicher Rohmaterialien waren für die substanzielle Erhöhung der Einkaufspreise verantwortlich. Besonders teuer: Metalle, Öl und Kunststoffe. Einen Teil der gestiegenen Kosten gaben die Unternehmen in Form höherer Verkaufspreise weiter.

Der BME/Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der EMI erscheint seit 1996 im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters und wird gemeinsam von Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., Frankfurt, und der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt.
Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten US-Purchasing Managers Index (PMI).

Quelle: BME Verfasser: Sabine Ursel

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