BME Rhein-Main-Region

24.06.2002
Young Professionals

Autostadt Wolfsburg am 24. und 25. Mai 2002

Die meisten können sich unter diesem Thema nichts vorstellen. Eine Werksbesichtigung bei VW? Weit gefehlt!

Nach einer Bauzeit von 2 Jahren entstand in Wolfsburg direkt am Stammsitz des Volkswagenkonzerns die Autostadt. Mit ihren Gebäuden, Pavillons und einer von Wasser durchzogenen Parklandschaft erstreckt sie sich über 25 ha. Zukunftorientiert und innovativ begreift sich die Autostadt als ein neues Forum, das die Themen Auto und Mobilität auf neuartige und überraschende Art erlebbar macht.

Die Autostadt präsentiert sich als Erlebnis- und Informationszentrum. Die Besucher können eine faszinierende Entdeckungsreise in die Welt des Autos unternehmen, sich über Pläne und Visionen des Unternehmens und seiner Marken informieren und hautnah an den neuesten Entwicklungen teilhaben.

VW, Audi, Seat, Skoda, Bentley und Lamborghini stellen sich in eigenen Gebäuden in origineller Weise vor.

Das Zeithaus ist ein zweiteiliges Gebäude und beherbergt die schönsten Automobillegenden und eine unkonventionelle Ausstellung zur Geschichte der Automobilität.

Die Autotürme sind das Wahrzeichen der Autostadt mit je einem Fassungsvermögen von 400 Neufahrzeugen. Bis zu 1.000 Neubesitzer können täglich im Kundencenter ihr Auto in Empfang nehmen.

Der ca. 1.000 m² große Pavillon Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigt in zwei Erlebnisbereichen Nutzfahrzeuge und Freizeitmobile. Interaktive Multimediainstallationen führen den Besucher in Berufs- und Freizeitwelten, in denen man die Automobilität neuartig erleben kann. Es werden Sicherheits- und Spartraining angeboten, und im Kinderzentrum kann unser Nachwuchs den Kinderführerschein erwerben.

Aber, o weh, jetzt habe ich in meiner Begeisterung mit dem Ende begonnen.

Am 24. Mai starteten wir mit einem nagelneuen Mercedesbus bereits in der halben Nacht in Wiesbaden. Spendierter Sekt und ein leckeres Lunchpaket überbrückten die Fahrstrecke bevor wir in luxuriösen Kleinbussen mit Panoramafenstern die Produktion der Volkswagen besichtigten. Nach einem Bummel durch die Autostadt ging es nach Braunschweig, wo wir im 1245 erbauten Stadtpalais Unterkunft fanden. Ein sehr empfehlenswertes Hotel!

Am Spätnachmittag startete unsere Stadtführung. Eine sehr humorvolle Guide verstand es, ihre Begeisterung über ihre Heimatstadt herüberzubringen. Gästen, die Braunschweig kannten, eröffnete sie ganz neue Perspektiven von geschichtsträchtigen Plätzen, Straßen und Anekdoten. Ein Erlebnis!

Und dann wurde am nächsten Tag die Autostadt Wolfsburg besichtigt. Aber hierüber berichtete ich ja bereits am Anfang.

Der allgemeine Wunsch war, die Fahrt im November zu wiederholen. Ob es klappt? Dann hätten diejenigen, die die Fahrt versäumt haben, ihre Chance, das Geschilderte nachzuholen.

Aber kein Highlight ohne Panne! Einer unserer Gäste, der uns an der Jahrhunderthalle verließ, hatte eine völlig andere Tasche gegriffen, seine eigene im Bus gelassen. Einige Zeit nach der Abfahrt ertönte eine zaghafte Stimme am Handy: "Meine Tasche ist im Bus, mein Autoschlüssel in der Tasche. Können Sie zurückkommen und meine Tasche bringen?" So geschah es. Ein Gast nach Wiesbaden erhielt seine Tasche zurück, und die Gäste nach Wiesbaden hatten das Vergnügen, den Bus eine halbe Stunde länger zu genießen.

Verfasser: Herbert Kemp

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