BME rmr-Veranstaltung „Einkauf neu gedacht – Wie KI-Agenten den Einkauf revolutionieren“
Agent KI – mit der Lizenz für mehr Effizienz
95 Prozent aller KI-Projekte in Unternehmen scheitern. Sie kosten viel Geld und bringen keinerlei messbare Erträge, wie eine Studie des MIT herausgefunden hat. Procure Ai will es besser machen – und kann bereits auf eine ganze Reihe namhafter Referenzkunden wie EnBW, Alfred Kärcher und DMG Mori verweisen. Das erst im Jahr 2020 gegründete Unternehmen setzt auf eine Plattform mit modularen KI-Agenten. Im Gegensatz zu tumben Chatbots können sie selbstständig Prozesse steuern und Entscheidungen treffen – und damit für echte Entlastung sorgen. Die Ausführungen von Jakob Reuschlein, Director of Delivery, stießen bei den Mitgliedern des BME rmr im Frankfurter Presseclub auf großes Interesse und sorgten für außergewöhnlich lebhafte Gespräche beim anschließenden Get Together.
Dass die Leistungssprünge in der KI immens sind, ist bekannt. Zwar wurde der erste Chatbot schon in den 1960er-Jahren entwickelt. Die Welt verändert – so kann man das wohl heute schon sagen – haben jedoch erst sogenannte Large Language Modelle wie ChatGPT. Während KI-Tools Erkenntnisse generieren und so Schritt für Schritt den Alltag von immer mehr Menschen erobern, ist die Entwicklung längst fortgeschritten. KI-Agenten entscheiden und handeln selbsttätig, hob Jakob Reuschlein den Unterschied hervor, mit der Konsequenz: „Der Mensch wird zunehmend zum Line Manager der KI-Agenten und trägt die Ergebnisverantwortung.“
Zukunftsmusik? Weit gefehlt. Procure Ai bietet mit seiner Plattform bereits mehr als 40 solcher KI-Agenten für unterschiedlichste Use Cases im Einkauf an. Damit wollen die Entwickler den Hauptgründen für das verheerende Ergebnis der MIT-Studie entgegenwirken. Und das sind der Einsatz von viel zu vielen verschiedenen Tools, ihre nicht ausreichende Integration sowie die hohe Komplexität solcher IT-Projekte. Anstatt das Rad neu zu erfinden, sollen vorkonfigurierte Konnektoren und Transformatoren die Anbindung bereits vorhandener Datenquellen sicherstellen. So können alle Transaktions-, Kategorie- und Lieferantendaten analysiert und für künftige Entscheidungen genutzt werden.
Automatisierung dort, wo sie sinnvoll ist
Wie das praktisch funktioniert, führte Jakob Reuschlein in einer Live-Demo vor. Das System zeigte alle verfügbaren KI-Agenten auf zahlreichen Kacheln an, vom Lieferanten-Onboarding über das Risikoprofiling bis zum Compliance Check. Wie soll man nun wissen, welcher nächste Schritt am sinnvollsten ist? Gar nicht, es ist ja KI: Die Plattform weist Anfragen den entsprechenden Agenten zu, um beispielsweise ein Angebot zu prüfen, es mit den internen Guidelines abzugleichen oder eine Risikoprüfung durchzuführen. Wo Standardprozesse zu kurz greifen, besteht vielfach die Möglichkeit, das System nach eigenen Wünschen zu konfigurieren, ohne Programmierkenntnisse haben zu müssen. So ist es beispielsweise möglich, Abläufe so zu automatisieren, dass ein Lieferant innerhalb von drei Minuten beauftragt wird. Eine Win-win-Situation.
Natürlich ist das nicht im Handstreich zu erreichen. In der Praxis habe man vielmehr die Erfahrung gemacht, dass Kunden mit dem Unternehmen gewachsen seien und die Lösung teil- beziehungsweise schrittweise ausgerollt haben, erklärte Jakob Reuschlein. Andere wählten (noch) keine Ende-zu-Ende-Automatisierung, sondern ein sogenanntes Einkäufer-Cockpit, das punktuell unterstützt.
Die Nutzung von Systemen wir Procure Ai wirft eine Vielzahl an Detailfragen auf, die Jakob Reuschlein beim anschließenden, rund zweistündigen Get Together bereitwillig beantwortete. Dabei wurden auch an anderen Stehtischen reichlich Erfahrungen, Tipps und Kontaktdaten ausgetauscht, denn eines ist klar: Die Nutzung von KI im Einkauf ist keine Frage des Ob, sondern des Wie.
David Schahinian
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27. Oktober 2025
Veranstaltung 2025-10-27 (BME rmr-Veranstaltung „Einkauf neu gedacht – Wie KI-Agenten den Einkauf revolutionieren“ im Frankfurter Presse Club)
95 Prozent aller KI-Projekte in Unternehmen scheitern. Sie kosten viel Geld und bringen keinerlei messbare Erträge, wie eine Studie des MIT herausgefunden hat. Procure Ai will es besser machen – und kann bereits auf eine ganze Reihe namhafter Referenzkunden wie EnBW, Alfred Kärcher und DMG Mori verweisen. Das erst im Jahr 2020 gegründete Unternehmen setzt auf eine Plattform mit modularen KI-Agenten. Im Gegensatz zu tumben Chatbots können sie selbstständig Prozesse steuern und Entscheidungen treffen – und damit für echte Entlastung sorgen. Die Ausführungen von Jakob Reuschlein, Director of Delivery, stießen bei den Mitgliedern des BME rmr im Frankfurter Presseclub auf großes Interesse und sorgten für außergewöhnlich lebhafte Gespräche beim anschließenden Get Together.